Das verlorene Horn

Von Herrn François Noirjean, République et Canton du Jura, Office du Patriemoine Historique, Archives cantonales, 2900 Porrentruy, erhielt ich den Hinweis auf das “Le Cheval blanc” in La Ferrière. Wie die heutigen Besitzer Jean-Pierre und Roswitha Hager, 2333 La Ferrière, bestätigt haben, wurde das “La Licorne” 1688 erstmals erwähnt, als es ein Hotel wurde. Die Besitzer waren die Familien Sandoz (Daniel Sandoz, ein berühmter wissenschaftlicher Chirurg) und später Gagnebin. 1765 soll J. J. Rousseau 10 Tage in diesem Haus verweilt haben. Erst 1903 wechselte der Name, angeblich, weil das Einhorn mittlerweile sein Horn verloren hatte und eben nur noch ein weißes Pferd war.

Leute, gebt auf Euer Einhorn acht!

Marius Fallet, La Licorne à La Ferrière,
in Fermes jurassiennes, “Le Jura” S.A., Porrentruy, 1945

In der NZZ vom 2.1.2001 berichtet Rudolf Maurer im Artikel
Im Berner Jura rundum
Ein Augenschein in sechs kleinen Gemeinden:

... Im Zentrum von La Ferrière stehen auch das helle Kirchlein, eine Art protestantischer Vorposten, und der kleine Gasthof. Man hat ihn von «Cheval blanc» auf «Licorne» zurückgetauft, obwohl auf dem Schild das seinerzeit abgesägte Einhorn noch nicht wieder eingesetzt ist.