Schützenverein Sulzdorf-H.

Im Vereinsabzeichen lebt das Einhorn-Wappen der früher eigenständigen Gemeinde Hessental weiter.

Im Jahre 1926 gründete der damalige Sulzdorfer Bürgermeister Hartmann mit einer Handvoll Schießsportbegeisterter Männer den Schützenverein Sulzdorf. Das Schützenhaus und die Schießanlage wurde rechts vom Steinbruchweg errichtet. Zahlreiche Ehrenscheiben aus den 30er Jahren zeugen von reger schießsportlicher Tätigkeit. Die Sulzdorfer Schützen haben sich sogar 1938 für das Landesschießen in Stuttgart qualifiziert und mit erfolg daran teilgenommen Durch den Ausbruch des Krieges kam die Aktivität des Schützenvereins zum Erliegen. Die wehrfähigen Männer wurden zum Kriegsdienst eingezogen, somit auch die Schützen. Viele mussten ihr Leben lassen oder kehrten als Versehrte wieder zurück. Die Schießanlage benützten in den Kriegsjahren hauptsächlich die SA und HJ zum Übungsschießen. Nach der Kapitulation 1945 verboten die Siegermächte jegliche schießsportliche Tätigkeit und der Schützenverein Sulzdorf wurde aufgelöst. Die Schießanlage und das Schützenhaus hat man abgebaut.

Erst im Jahre 1955 keimte in Sulzdorf der Gedanke, den Schützenverein wieder ins Leben zu rufen Am 9. April 1955 haben Kurt Schaffitzel, Karl Weihbrecht und Ernst Frey zur Wiedergründungs Versammlung des Schützenvereins Sulzdorf in das Gasthaus“Rössle“ eingeladen. 25 Männer sind> spontan dem neuen Verein beigetreten. Karl Weihbrecht wurde zum Oberschützenmeister gewählt. Bürgermeister Brodbeck stellte dem jungen Verein kostenlos ein Gelände zur Errichtung eines Schützenhauses und Schießanlage zur Verfügung. Bereits am 3. und 4. September 1955 konnte, nach mühevoller Handarbeit. der Anlage mit einem Preisschießen in Betrieb genommen werden.

Schon nach einigen Jahren war diese Anlage zu klein, die Schützen mussten sich nach einem neuen Schießgelände umsehen. Nachlangwieriger Verhandlungen, unter der Federführung von Oberschützenmeister Karl Weihbrecht, konnte Ende 1963 das Gelände des heutigen Schießstandes von der Gemeinde Sulzdorf gepachtet und eine zeitgemäße Sportschießstandanlage mit Schützenhaus errichtet werden. Diese Anlage wurde in Eigenleistung von Vereinsmitgliedern, insbesondere der Kameraden Ernst und Willi Lay, gebaut. Im Sommer 1966, zum 40 jährigen Vereinsjubiläum, konnte Oberschützenmeister Karl Weihbrecht die Anlage ihrer Bestimmung übergeben. Auf der Jahreshauptversammlung 1967 kandidierte Oberschützenmeister Karl Weihbrecht nicht mehr für dieses Amt. Seine Nachfolge übernahm Ernst Lay.

Im Frühjahr 1970 trafen sich Vertreter der Schützenabteilung des TSV Hessental mit der Vorstandschaft des Sulzdorfer Schützenvereins, um über eine Fusion der beiden Schützenvereine zu verhandeln. Der Zusammenschluss sollte in erster Linie einer Leistungsverbesserung beider an der Spitze stehenden Vereine dienen. Bei der darauffolgenden konstituierenden Jahreshauptversammlung wurde der Zusammenschluss festgelegt. Der Verein heißt nun ‘’Schützenverein Sulzdorf-Hessental’’ und umfasste damals 112 Mitglieder. Dieser Zusammenschluss brachte für die Sportschützen eine leistungsmäßige Steigerung, sie konnten bei Wettkämpfen auf Bezirks- und Landesebene vorne mithalten. Auf der Jahreshauptversammlung 1972 stellte sich Oberschützenmeister Ernst Lay aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Verfügung, sein Nachfolger wurde Eugen Kohler.

Unter OSM Kohler baute der Verein die Schießanlagen weiter aus und die Schützen erhielten neue Möglichkeiten für ihre sportliche Betätigung. Von 1974 bis 1980 gab es im Verein eine erfolgreiche Sportbogenabteilung. 1977 haben die Schützen eine Trap- Wurfscheibenanlage in Betrieb genommen. Diese Baumaßnahme konnte unter der Leitung von Willi Lay von den Mitgliedern in Eigenleistung durchgeführt werden. In dieser Zeit nahm der Verein auch das Schwarzpulver- und Großkaliberschießen ins Programm auf. Der damalige 2. Vorsitzende Werner Landgraf erstellte die Plane für den Bau eines neuen Pistolenstandes, Baubeginn 1982. Das Eröffnungsschießen wurde mit einem dreitägigen Schützenfest abgehalten. Vergessen waren die unzähligen Schweißtropfen, die während der Bauzeit geflossen sind. 1984 kandidierte OSM Eugen Kohler nicht mehr für das Amt, Werner Landgraf trat die Nachfolge an.

1985 legte Horst Reber den Plan für eine neue Luftgewehr- Schießanlage vor, auch zwei Zimmerstutzenstände sind hier vorgesehen. Baubeginn 1987, Baufertigstellung Ende 1988.

Auf der Jahreshauptversammlung 1988 stellte sich OSM Werner Landgraf nicht mehr zur Wahl. Erst ein Jahr später (1989) konnte mit Eberhard Lay ein Nachfolger gefunden werden. Leider stellte sich Eberhard Lay auf der Jahreshauptversammlung 1990 nicht mehr zur Verfügung. Weil kein geeigneter Bewerber für das Amt des ersten Vorsitzenden gefunden werden konnte, kam man 1991 überein, den Vorsitz in drei gleichberechtigte Vorsitzende zu splitten: Georg Gaukel sen.; Bereich Schießen. Hartmann Raible; Bereich Finanzen. Rolf Rothenberger; Bereich Verwaltung. 1993 übernahm Arthur Fischer den Vorsitz, Bereich Schießen von Georg Gaukel. 1994 steht Hartmann Raible nicht mehr für den Vorsitz, Bereich Finanzen zur Verfügung, sein Nachfolger, wurde Siegmar Lay. Vorsitzender, Bereich Verwaltung, Rolf Rothenberger, legt 1995 sein Amt nieder, sein Nachfolger war Andreas Wohlmuth. Als Nachfolger von Arthur Fischer übernimmt Stefan Wehmeier dessen Amt.

Auf der Jahreshauptversammlung 1999 haben die Mitglieder eine Satzungsänderung vorgenommen und die Satzung von 1991 aufgehoben. Man rückte von einer Vereinsleitung mit drei gleichberechtigten Vorsitzenden wieder ab und kehrte zu dem bewährten Vereinsleitungsprinzip von vor 1991 zurück.

Nach den Plänen und Bauleitung von Horst Reber nahm der Verein, unter OSM Wehmeier den Umbau des Schützenhauses, der Toilettenanlage und des Schießraumes für Langwaffen im Sommer 2000 in Angriff. Nur unter der Mithilfe Zahlreicher Mitglieder konnte dieses Vorhaben durchgezogen werden. Bei der Jahreshauptversammlung 2002 beschlossen die Mitglieder nach den Plänen von Horst Reber den Neubau des Trabstandes.

Der bisherige Vorsstandsvorsitzende Stefan Wehmeier tritt auf der Jahreshauptversammlung 2004 zurück. Als Nachfolger wählte die Versammlung den bisherigen Vereinskassierer Wolfgang Hoffmann. 2.Vorsitzender und Schriftführer wurde Ralf Irion. Kassier: Christopher Bohn. Jugendleiter: Siegfried Döring. Mit der Jägervereinigung Schwäbisch Hall schloss man eine Nutzungsvereinbarung über den Schieß- und Trapstand ab.

Das Regierungspräsidium erteilte im Frühjahr 2004 die Baufreigabe für den neuen Trapstand, es konnte also mit dem Bau begonnen werden.

Nach dem Rücktritt von Wolfgang Hoffmann als Vorstandsvorsitzender wählte die Jahreshauptversammlung 2006 Wilhelm Rosa zum neuen Vorsitzenden.

Die Vereinsleitung besteht heute aus:
Wilhelm Rosa, Vorstandsvorsitzender (Oberschützenmeister)
Hermann Haas, 2. Vorsitzender (Schützenmeister) und Schriftführer.
Wolfgang Weidenbach, Schatzmeister.
Michael Blau, Jugendleiter.

Der Schützenverein Sulzdorf- Hessental hat zur Zeit 250 Mitglieder. Folgende Disziplinen können auf der vereinseigenen Schießanlage geschossen werden: Luftgewehr -Pistole, Zimmerstutzen, Klein- und Großkaliberpistole, Perkussionspistole- und Gewehr, Steinschlosspistole und -Gewehr, Zentralfeuerpistole und -Revolver, Trap, Percussions- Steinschlossflinte, Klein- und Großkalibergewehr 50 m und 100 m.

Herzlichen Dank an
den ehemaligen Oberschützenmeister Stefan Wehmeier
für die freundliche Unterstützung